Suchmaschinenoptimierung (SEO) gestern und heute

Wenn Sie als Privatmensch eine Internetseite ins Web stellen, erfolgt dies unter Umständen
ohne kommerziellen Hintergedanken. Sie möchten beispielsweise Ihr Hobby vorstellen, Ihre
Gedanken in Form eines Blogs auf den Bildschirm bringen oder ganz einfach aus Ihrem
Leben erzählen.

SEO für Selbstständige, Freiberufler und Unternehmen

Etwas anders sieht es aus, wenn Selbstständige, Freiberufler und Unternehmen Webseiten
erstellen bzw. erstellen lassen. Diese Seiten werden mitnichten aus reinem Selbstzweck ins
Internet gestellt, sondern mit kommerziellen Gedanken. Diese Gedanken können
beispielsweise daraus bestehen, eine möglichst große Zahl von Verbrauchern auf die eigenen
Dienstleistungen oder Produkte aufmerksam zu machen.

Weiterhin kann mit einer Webseite erreicht werden, dass potentielle Kunden konkrete Anfragen zu einzelnen Produkten oder Dienstleistungen an das Unternehmen richten, und sich daraus in der Folge idealerweise eine Geschäftsbeziehung ergibt. Zu guter Letzt forcieren viele Unternehmen natürlich auch den direkten Verkauf von Produkten im Internet. Dazu wird beispielsweise ein Onlineshop erstellt, der mit der Internetseite gekoppelt ist und in dem der potentielle Kunde direkt einkaufen kann.

Das Onlinemarketing 

Die hier beschriebenen Arten der Vermarktung von Produkten und Dienstleistungen im
Internet bezeichnet man auch mit dem Überbegriff Onlinemarketing (oder Internetmarketing).
Damit sind also sämtliche Maßnahmen gemeint, mit denen Selbstständige, Freiberufler oder
Unternehmen im Internet potentielle Kunden erreichen können.

Wurde die Möglichkeit, Produkte und Dienstleistungen über das Internet erfolgreich zu
vermarkten, in den Anfangszeiten des World Wide Web noch milde belächelt, sind die
Zweifler mittlerweile eines Besseren belehrt worden. Es gibt durchaus Branchen, in denen
heute der Absatz im Internet den weitaus größten Teil ausmacht – die Leidtragenden sind in
diesem Fall kleine regionale Händler und Dienstleister, die das Nachsehen haben.
Voraussetzungen für erfolgreiches Onlinemarketing.

Es gibt allerdings eine entscheidende Voraussetzung dafür, dass ein solches Vorhaben – egal in
welcher Form – letztendlich auch gelegt. Diese Voraussetzung ist: Sie müssen genügend
Besucher auf Ihrer Webseite haben. Ohne bzw. mit einer nur sehr geringen Zahl an Besuchern
wird sich niemand für Ihr Angebot interessieren, und Sie werden keinen entscheidenden
Erfolg beim Vertrieb Ihrer Ware bzw. Ihre Dienstleistung über das Internet erzielen können.
Das A und O beim Onlinemarketing ist also das Gesehen werden von potentiellen Kunden im
Netz. Damit dies gelingt, gibt es unterschiedliche Wege und Herangehensweisen. Eine sehr
vielversprechende Herangehensweise ist die Suchmaschinenoptimierung, kurz „SEO“
genannt. Und genau mit dieser wollen wir uns hier etwas näher beschäftigen.
Suchmaschinenoptimierung.

Das SEO (Suchmaschinenoptimierung)

Einer der klassischen Wege, um zu mehr Besuchern auf einer Internetseite, einem Weblog,
einen Onlineshop etc. zu kommen, ist die sogenannte Suchmaschinenoptimierung. Sie wird
meist mit der Buchstabenkombination SEO abgekürzt, welche im Volltext „Search Engine
Optimization“ bedeutet. Man bezeichnet damit also das gezielte Optimieren einer
Internetseite, damit diese unter den gewünschten Schlüsselbegriffen im Internet an möglichst
prominenter Stelle auftaucht, insbesondere in der größten Suchmaschine Google.

Sie haben richtig gehört: Es geht hierbei insbesondere um das Optimieren einer Webseite für
Google. Bei einem Marktanteil von über 90 Prozent lohnt es sich heute einfach nicht mehr,
Internetseiten auch für andere Suchmaschinen zu optimieren. Es gibt lediglich einige ganz
wenige Ausnahmen, die auch in kleinen hochspezialisierten Suchmaschinen Erfolge bei der
Generierung neuer Besucher generieren können.

Wir haben also gelernt, dass man mit dem Fachbegriff Suchmaschinenoptimierung (SEO) das
gezielte Optimieren von Internetseiten bzw. deren Inhalten für die Suchmaschine Google
bezeichnet, mit dem Ziel, für die gewünschten Suchbegriffe möglichst ganz vorne in den
Suchergebnissen aufzutauchen. Dabei sollte es sich idealerweise um Suchbegriffe handeln,
nach denen viele Ihrer potentiellen Kunden im Internet suchen. Wie Sie diese Suchbegriffe
herausfinden, dazu gibt es diverse Anleitung – gratis und kostenpflichtig – im Internet und in
Buchform.

Suchmaschinenoptimierung heute

Zunächst einige Worte zur Vergangenheit und Gegenwart der Suchmaschinenoptimierung.
Mit Wehmut schauen die Experten heute auf die Anfangszeiten des Internets zurück, als auch
die Anfänge der Suchmaschinenoptimierung ihren Lauf nahmen. Es war in der Zeit von etwa
Mitte bis Ende der 90er-Jahre, als es noch ausgereicht hat, auf der jeweiligen Webseite
lediglich einige Kleinigkeiten zu verändern, um fortan unter den gewünschten Suchbegriffen
an erster Stelle gelistet zu werden.

Einfache Tricks halfen dem Seitenbetreiber dabei, seine
Seite innerhalb weniger Tage ganz nach vorne zu bringen. Ein solcher Trick war
beispielsweise, die gewünschten Suchbegriffe einfach so oft wie möglich im Text
unterzubringen oder gar versteckt unterhalb des eigentlichen Textinhaltes auf der Seite zu
platzieren. Je öfter die Suchbegriffe auf der Seite auftauchten, desto relevanter hielten die
Suchmaschinen sie dafür, und desto besser wurde die Webpräsenz gelistet.

Das Ergebnis: Unzählige Seitenbetreiber optimierten ihre Webseiten nach diesem Muster, so
dass der Suchmaschinennutzer bei vielen Suchbegriffen zunächst eine Vielzahl von Werbe-,
Spam- und Sinnlos-Seiten angezeigt bekam, die alle nur den Zweck hatten, möglichst schnell
möglichst viel Geld zu generieren – zum Beispiel in Form von Werbeeinnahmen, die beim
Klicken auf entsprechende Anzeigen zustande kamen.

Diese Zeiten sind jedoch längst vorbei. Google hat schnell gelernt, dass Methoden, die jeder
Webmaster ganz einfach auf seinen Seiten selbst anwenden kann, grundsätzlich nicht dafür
geeignet sind, die wirkliche Relevanz einer Webseite zu einem Thema herauszufinden. Und
diese Relevanz zu finden, ist für Google essenziell wichtig. Schließlich möchte man seinen
Nutzern möglichst hochwertige Suchergebnisse präsentieren. Andernfalls ist die Gefahr groß,
dass der Nutzer das nächste Mal mit einer anderen Suchmaschine im Internet arbeitet.
Moderne Zeiten in der Suchmaschinenoptimierung.

In den Jahren nach der großen Zeit der Überflutung von Webseiten mit Schlüsselbegriffen
ging Google dazu über, die Relevanz einer Webseite insbesondere daran zu bemessen, wie oft
diese von anderen Seiten verlinkt wird. Das bedeutet konkret: Je öfter andere Seiten auf eine
bestimmte Webseite verweisen, desto wichtiger muss diese für das betreffende Thema sein.
Die Logik hinter dieser Vorgehensweise leuchtet ein.

Und noch etwas spielte Google bei der Änderung der Bewertungstaktik in die Hände: Links
von anderen Websites zu bekommen, war für die Webmaster viel schwerer, als einfach die
gewünschten Keywords vielfach selbst auf ihre Seiten zu setzen. Also begann in der Folgezeit der Run auf möglichst viele Links für die eigene Webseite.

In der Folge schossen Webkataloge, Artikelverzeichnisse und Social-Bookmark-Dienste wie
Pilze aus dem Boden – allesamt Möglichkeiten, schnell und einfach Links auf die eigene
Webseite zu generieren. Auch hier haben die Webseitenbetreiber und
Suchmaschinenoptimierer also wieder clever reagiert und sich selbst Möglichkeiten
geschaffen, ihre Seiten nach den Anforderungen der Suchmaschinen zu optimieren.

Und tatsächlich: Für ein paar Jahre funktionierte diese Taktik. Die Herausforderung bestand
darin, möglichst viele Links auf die eigene Seite zu setzen, dann war eine gute Platzierung in
den Suchergebnissen quasi sicher. Doch auch hierbei erkannte Google im Laufe der Zeit, dass
die Möglichkeit zur Manipulation des Rankings für einen Webmaster definitiv gegeben sind.
Also änderte man wiederum die Taktik der Relevanzbewertung.

Und damit sind wir beim heutigen Stand der Suchmaschinenoptimierung angekommen. Heute
zählen vor allem der Inhalt und die „echte“ Beliebtheit einer Internetseite für ein gutes
Ranking bei Google & Co. Dies im Einzelnen auszuführen, bedarf jedoch eines weiteren
Artikels.

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